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Im September 2008 verloren zehntausende deutsche Anleger ihr Geld, als Lehman Brothers Insolvenz anmeldete. Ihre Zertifikate – zuvor als sichere Geldanlage verkauft – waren über Nacht wertlos. Der Grund: Zertifikate sind Schuldverschreibungen, keine Sondervermögen. Wenn der Emittent nicht mehr zahlen kann, droht Totalverlust.
Dieses Risiko heißt Emittentenrisiko – und es betrifft jedes einzelne Zertifikat, das du kaufst. Egal ob Discount-Zertifikat, Knock-out oder Kapitalschutz-Produkt: Dein Geld ist immer nur so sicher wie die Bank dahinter.
In diesem Leitfaden erfährst du, was Emittentenrisiko bei Zertifikaten konkret bedeutet, wie du die Bonität eines Emittenten selbst prüfst, welche Kennzahlen dabei entscheidend sind und mit welchen Strategien du dein Risiko gezielt reduzierst.
Was ist Emittentenrisiko bei Zertifikaten?
Emittentenrisiko (auch Bonitätsrisiko oder Ausfallrisiko genannt) beschreibt die Gefahr, dass der Herausgeber eines Wertpapiers seine Zahlungsverpflichtungen nicht erfüllen kann. Bei Zertifikaten ist dieses Risiko besonders relevant, weil Zertifikate rechtlich als Inhaberschuldverschreibungen gelten.
Das bedeutet: Du leihst dem Emittenten dein Geld. Im Gegenzug verspricht er dir eine Rückzahlung, deren Höhe von der Entwicklung eines Basiswerts abhängt. Wird der Emittent zahlungsunfähig, verlierst du deinen Anspruch – unabhängig davon, wie sich der Basiswert entwickelt hat.
Der entscheidende Unterschied: Zertifikate vs. Fonds
Dieser Punkt wird von vielen Anlegern unterschätzt: ETFs und Investmentfonds sind Sondervermögen. Dein Geld wird getrennt vom Vermögen der Fondsgesellschaft verwahrt. Geht die Gesellschaft insolvent, bleibt dein Fondsanteil geschützt.
Bei Zertifikaten existiert dieser Schutz nicht. Dein Investment ist Teil der Bilanz des Emittenten. In der Insolvenz bist du normaler Gläubiger und stehst hinter besicherten Forderungen. Die Rückzahlungsquote liegt historisch bei Bankpleiten oft unter 30 Prozent.
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Merkmal |
Zertifikate |
ETFs / Fonds |
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Rechtliche Einordnung |
Inhaberschuldverschreibung |
Sondervermögen |
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Schutz bei Emittenten-Insolvenz |
Kein Schutz – Totalverlust möglich |
Vollständig geschützt |
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Einlagensicherung |
Nicht abgedeckt |
Nicht nötig (Sondervermögen) |
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Emittentenrisiko |
Ja – zentrales Risiko |
Nein (nur Marktrisiko) |
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Typische Rückzahlung bei Insolvenz |
0–30 % (historisch) |
100 % (Sondervermögen bleibt) |
Welche Ereignisse lösen einen Emittentenausfall aus?
Ein Emittentenausfall kann verschiedene Ursachen haben. Am häufigsten sind wirtschaftliche Schieflage durch anhaltende Verluste, schrumpfende Eigenkapitalquoten oder eine misslungene Geschäftsstrategie. Auch eine Liquiditätskrise kann zum Ausfall führen – der Emittent hat zwar Vermögenswerte, kann aber kurzfristig keine Zahlungen leisten.
Externe Faktoren wie regulatorische Eingriffe, branchenweite Krisen oder geopolitische Schocks können die Situation verschärfen. Bei der Lehman-Pleite spielten alle drei Faktoren zusammen: übermäßige Verschuldung, illiquide Hypothekenpapiere und das Ausbleiben einer staatlichen Rettung.
Emittentenrisiko bewerten: Ratings, Kennzahlen und Warnsignale
Die gute Nachricht: Du kannst das Emittentenrisiko vor dem Kauf eines Zertifikats selbst einschätzen. Dafür stehen dir drei Werkzeuge zur Verfügung: externe Kreditratings, finanzielle Kennzahlen und Marktindikatoren.
Kreditratings verstehen und einordnen
Die drei großen Ratingagenturen – Moody’s, Standard & Poor’s (S&P) und Fitch – bewerten die Kreditwürdigkeit von Emittenten auf einer Skala von AAA (höchste Bonität) bis D (Zahlungsausfall). Für dich als Zertifikate-Anleger ist das Rating ein erster Filter.
| Ratingklasse | S&P / Fitch | Moody’s | Bedeutung für dich |
| Investment Grade (sicher) | AAA bis BBB- | Aaa bis Baa3 | Geringes Ausfallrisiko – geeignet für Zertifikate |
| Speculative Grade (riskant) | BB+ bis B- | Ba1 bis B3 | Erhöhtes Risiko – nur mit Risikobewusstsein |
| Hochspekulativ / Ausfall | CCC+ bis D | Caa1 bis C | Emittent in Schwierigkeiten – Zertifikate meiden |
Wichtig: Ratings sind keine Garantie. Lehman Brothers hatte noch wenige Tage vor der Insolvenz ein A-Rating. Ratings reagieren oft verzögert auf reale Probleme. Nutze sie als Ausgangspunkt, nicht als alleinige Entscheidungsgrundlage.
Kennzahlen, die du selbst prüfen kannst
Neben dem Rating geben dir diese Finanzkennzahlen Aufschluss über die Stabilität eines Emittenten:
| Kennzahl | Was sie zeigt | Wann Warnsignal? |
| Eigenkapitalquote | Anteil Eigenkapital an der Bilanzsumme | Unter 5 % bei Banken |
| CET1-Quote (Banken) | Kernkapitalquote nach Basel III | Unter 10 % – regulatorische Grenze nahe |
| Verschuldungsgrad (Debt/EBITDA) | Verschuldung im Verhältnis zum operativen Gewinn | Über 5x – hohe Schuldenlast |
| Zinsdeckungsgrad (EBIT/Zinsen) | Kann der Emittent seine Zinsen bezahlen? | Unter 2x – Zahlungsprobleme drohen |
| Credit Default Swap (CDS) | Marktpreis für Ausfallversicherung | Stark steigend – Markt sieht Risiko |
Die CET1-Quote ist speziell bei Banken der wichtigste Indikator. Sie zeigt, wie viel hartes Kernkapital eine Bank im Verhältnis zu ihren risikogewichteten Aktiva hält. Deutsche Großbanken wie Deutsche Bank oder Commerzbank veröffentlichen diese Zahl quartalsweise in ihren Geschäftsberichten.
Frühwarnsignale im Markt erkennen
Neben den Bilanzkennzahlen gibt es Marktsignale, die ein wachsendes Emittentenrisiko anzeigen. Steigende CDS-Spreads sind das deutlichste Warnsignal – sie zeigen, dass sich institutionelle Investoren zunehmend gegen einen Ausfall absichern. Ein plötzlicher Ratingdowngrade um zwei oder mehr Stufen ist ein Alarmsignal. Auch wenn die Aktie des Emittenten stark fällt, während der Gesamtmarkt stabil bleibt, deutet das auf unternehmensspezifische Probleme hin.
Praktischer Tipp: Richte dir Google Alerts für die Namen deiner Emittenten ein. So erfährst du sofort von Ratingänderungen oder negativen Nachrichten.
Fallbeispiele: Was Anleger aus der Geschichte lernen können
Lehman Brothers 2008: Der Totalverlust
Die Insolvenz von Lehman Brothers am 15. September 2008 ist das bekannteste Beispiel für realisiertes Emittentenrisiko. In Deutschland waren rund 50.000 Anleger betroffen, die Lehman-Zertifikate über deutsche Banken und Sparkassen gekauft hatten. Viele dieser Produkte trugen Namen wie Garantie-Zertifikat oder Kapitalschutz-Zertifikat – der Schutz galt jedoch nur bei Zahlungsfähigkeit des Emittenten.
Die Rückzahlungsquote lag nach jahrelangen Insolvenzverfahren bei nur etwa 28 Cent pro Dollar. Anleger, die 10.000 Euro investiert hatten, erhielten im besten Fall rund 2.800 Euro zurück – nach Jahren des Wartens.
Gegenbeispiel: Starke Emittenten in der Krise
Während der Finanzkrise 2008 und der europäischen Schuldenkrise 2011/2012 zeigten sich die Unterschiede zwischen Emittenten deutlich. Zertifikate von systemrelevanten Banken wie der Deutschen Bank, JP Morgan oder BNP Paribas wurden zwar im Kurs gedrückt, aber die Emittenten erfüllten alle Zahlungsverpflichtungen. Wer in dieser Phase nicht panisch verkaufte, erhielt sein Geld bei Fälligkeit vollständig zurück.
Die Lehre: Emittentenrisiko bedeutet nicht, dass jeder Emittent pleitegeht. Es bedeutet, dass du die Bonität bewusst prüfen und auf Diversifikation achten musst.
Emittentenrisiko nach Zertifikate-Art: Wo ist es besonders relevant?
Das Emittentenrisiko betrifft grundsätzlich alle Zertifikate gleichermaßen – es ist immer eine Inhaberschuldverschreibung. Allerdings unterscheidet sich die praktische Bedeutung je nach Produkttyp:
| Zertifikate-Art | Emittentenrisiko-Relevanz | Warum? |
| Kapitalschutz-Zertifikate | Sehr hoch | Der versprochene Kapitalschutz gilt nur bei Zahlungsfähigkeit des Emittenten |
| Discount-Zertifikate | Hoch | Durch Rabatt auf Basiswert entsteht Gefühl falscher Sicherheit |
| Bonus-Zertifikate | Hoch | Bonusmechanismus wertlos bei Emittentenausfall |
| Express-Zertifikate | Hoch | Längere Laufzeiten erhöhen die Ausfall-Wahrscheinlichkeit |
| Knock-out-Zertifikate | Mittel | Kurze Haltedauer reduziert das zeitliche Risiko |
| Faktor-Zertifikate | Mittel | Meist sehr kurze Haltedauer (Daytrading) |
Besonders tückisch ist das Emittentenrisiko bei Kapitalschutz-Zertifikaten. Der Name suggeriert Sicherheit, die in Wahrheit vollständig von der Bonität des Emittenten abhängt. Ein Kapitalschutz-Zertifikat einer Bank mit BBB-Rating bietet weniger echte Sicherheit als ein einfacher ETF ohne jede Kapitalgarantie.
6 Strategien zur Minimierung des Emittentenrisikos
1. Nur Investment-Grade-Emittenten wählen
Kaufe ausschließlich Zertifikate von Emittenten mit einem Rating von mindestens BBB- (S&P) oder Baa3 (Moody’s). Die großen deutschen Emittenten – Deutsche Bank, Commerzbank, DZ Bank, LBBW – sowie internationale Häuser wie BNP Paribas, Société Générale, UBS und Vontobel erfüllen diese Anforderung in der Regel.
2. Über mehrere Emittenten diversifizieren
Verteile dein Zertifikate-Portfolio auf mindestens drei verschiedene Emittenten. Setze nie mehr als 30 Prozent deines Zertifikate-Kapitals bei einem einzelnen Emittenten ein. So begrenzt du den Schaden, falls ein Emittent tatsächlich ausfallen sollte.
3. Laufzeiten bewusst steuern
Je länger die Laufzeit eines Zertifikats, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Bonität des Emittenten verschlechtert. Bevorzuge kürzere Laufzeiten (unter 18 Monaten) und Open-End-Produkte, bei denen du jederzeit verkaufen kannst. Bei Express-Zertifikaten mit langen Laufzeiten (3–5 Jahre) ist eine besonders sorgfältige Emittentenprüfung nötig.
4. Besicherte Zertifikate bevorzugen
Einige wenige Zertifikate sind durch Sicherheiten (Collateral) hinterlegt. Das bekannteste Beispiel sind die COSI-Zertifikate an der Schweizer Börse SIX. Hier werden die Verbindlichkeiten des Emittenten durch einen Sicherheitspool gedeckt. In Deutschland ist dieses Modell noch nicht verbreitet, aber es lohnt sich, bei der Produktauswahl gezielt danach zu fragen.
5. Sondervermögen als Alternative prüfen
Frage dich bei jedem Zertifikate-Kauf: Gibt es ein vergleichbares Produkt als ETF oder Fonds? Für einfache Strategien wie Index-Partizipation ist ein ETF fast immer die bessere Wahl, weil das Sondervermögen das Emittentenrisiko komplett eliminiert. Zertifikate lohnen sich vor allem dort, wo sie Auszahlungsprofile bieten, die mit Fonds nicht abbildbar sind – etwa Discount-Strukturen oder Bonus-Mechanismen.
6. Emittenten regelmäßig überwachen
Die Bonitätsprüfung ist kein einmaliger Vorgang. Prüfe quartalsweise die Ratings und CET1-Quoten deiner Emittenten. Richte Google Alerts ein und reagiere auf Ratingänderungen. Wenn ein Emittent von Investment Grade auf Speculative Grade herabgestuft wird, ist das ein klares Signal zum Verkauf aller Zertifikate dieses Emittenten.
Rechtliche Rahmenbedingungen: Was dich als Anleger schützt
Der regulatorische Rahmen für Zertifikate in Deutschland wird maßgeblich durch die BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) und die europäische ESMA (European Securities and Markets Authority) bestimmt.
Emittenten sind verpflichtet, vor dem Vertrieb eines Zertifikats ein Basisinformationsblatt (BIB) und einen Verkaufsprospekt zu veröffentlichen. Das BIB muss auf maximal drei Seiten die wesentlichen Eigenschaften, Risiken und Kosten des Produkts darstellen – einschließlich eines expliziten Hinweises auf das Emittentenrisiko.
Wichtig zu wissen: Die Einlagensicherung (bis 100.000 Euro pro Kunde und Bank) gilt nicht für Zertifikate. Zertifikate sind keine Einlagen, sondern Schuldverschreibungen. Dieser Punkt wird häufig missverstanden, besonders wenn Zertifikate über die Hausbank gekauft werden.
Bei Verstößen gegen Informationspflichten kann die BaFin Bußgelder verhängen und Vertriebsverbote aussprechen. Als Anleger hast du bei fehlerhafter oder irreführender Beratung zivilrechtliche Ansprüche auf Schadensersatz gegen die beratende Bank – unabhängig vom Emittenten.
Emittentenrisiko in der Praxis: So prüfst du vor dem Kauf
Eine systematische Prüfung vor jedem Zertifikate-Kauf muss nicht aufwendig sein. Folge diesem Ablauf:
Schritt 1: Rating prüfen. Suche den aktuellen Rating-Status des Emittenten auf der Website der Ratingagentur oder auf Finanzportalen wie finanzen.net. Ist das Rating unter BBB-? Dann Finger weg.
Schritt 2: CET1-Quote checken. Bei Bank-Emittenten findest du die CET1-Quote im aktuellen Quartalsbericht auf der Investor-Relations-Seite. Liegt sie über 13 Prozent, ist das ein solides Zeichen. Unter 10 Prozent wird es kritisch.
Schritt 3: CDS-Spread vergleichen. CDS-Spreads findest du auf Bloomberg oder über spezialisierte Finanzseiten. Vergleiche den Spread deines Emittenten mit Wettbewerbern. Ein deutlich höherer Spread als bei vergleichbaren Banken ist ein Warnsignal.
Schritt 4: Basisinformationsblatt lesen. Achte besonders auf die Risikoeinstufung (SRI-Kennzahl von 1 bis 7) und die Angaben zum Emittentenrisiko. Steht dort eine Warnung vor erhöhtem Ausfallrisiko, nimm sie ernst.
Schritt 5: Diversifikation prüfen. Bevor du kaufst, prüfe: Wie viel Prozent deines Zertifikate-Portfolios liegt bereits beim gleichen Emittenten? Überschreitest du mit dem Kauf die 30-Prozent-Grenze, wähle einen anderen Emittenten.
Fazit: Emittentenrisiko als fester Bestandteil deiner Zertifikate-Strategie
Emittentenrisiko ist kein theoretisches Konzept – es ist ein reales Risiko, das Anleger Milliarden gekostet hat. Die Lehman-Pleite hat gezeigt, dass selbst große, vermeintlich sichere Banken ausfallen können. Gleichzeitig ist Emittentenrisiko beherrschbar, wenn du systematisch vorgehst.
Die wichtigsten Regeln im Überblick: Kaufe nur bei Emittenten mit Investment-Grade-Rating. Diversifiziere über mindestens drei Emittenten. Setze nie mehr als 30 Prozent bei einem Emittenten ein. Prüfe quartalsweise Ratings und CET1-Quoten. Und hinterfrage bei jedem Zertifikat, ob ein ETF die bessere Alternative wäre.
Wer diese Grundsätze beherzigt, kann Zertifikate als sinnvollen Baustein in der Anlagestrategie nutzen – mit vollem Bewusstsein für die Risiken und den richtigen Werkzeugen, um sie zu steuern.
Häufig gestellte Fragen zum Emittentenrisiko bei Zertifikaten
Was passiert mit meinem Zertifikat, wenn der Emittent insolvent wird?
Du wirst zum normalen Insolvenzgläubiger. Das bedeutet, du erhältst bestenfalls eine anteilige Rückzahlung aus der Insolvenzmasse. Historisch lag die Rückzahlungsquote bei Bankpleiten zwischen 10 und 30 Prozent. Ein Totalverlust ist möglich.
Sind Zertifikate durch die Einlagensicherung geschützt?
Nein. Zertifikate sind Inhaberschuldverschreibungen und fallen nicht unter die Einlagensicherung, die Bankguthaben bis 100.000 Euro schützt. Das gilt auch dann, wenn du das Zertifikat über deine Hausbank gekauft hast.
Wie finde ich das Rating meines Zertifikate-Emittenten?
Die Ratings der großen Emittenten findest du auf den Websites von Moody’s, S&P und Fitch sowie auf Finanzportalen wie finanzen.net oder onvista.de. Auch die Investor-Relations-Seiten der Emittenten veröffentlichen ihre aktuellen Ratings.
Ist das Emittentenrisiko bei allen Zertifikaten gleich?
Ja, rechtlich betrifft es alle Zertifikate gleichermaßen – es sind immer Schuldverschreibungen. Praktisch ist die Relevanz bei Kapitalschutz-Zertifikaten besonders hoch, weil der versprochene Kapitalschutz bei einem Emittentenausfall wertlos ist.
Können Zertifikate besichert sein?
In seltenen Fällen ja. Die Schweizer COSI-Zertifikate sind durch einen Sicherheitspool hinterlegt. In Deutschland gibt es solche Strukturen kaum. Standardmäßig sind Zertifikate unbesicherte Schuldverschreibungen.
Emittentenrisiko bei Zertifikaten vs. Anleihen – was ist der Unterschied?
Beide sind Schuldverschreibungen mit Emittentenrisiko. Der wesentliche Unterschied: Bei Anleihen ist die Rückzahlung fest vereinbart. Bei Zertifikaten hängt die Rückzahlung zusätzlich von der Entwicklung eines Basiswerts ab. Du trägst also Marktrisiko und Emittentenrisiko gleichzeitig.

